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Bei einer Seitenastvaricose kommt es lediglich zum Rückstau in einem Seitenast, während der Hauptstamm funktionsfähig bleibt. Das klinische Bild ist wesentlich geringer ausgeprägt, der einzelne Venenast ist deutlich erkennbar.
Bei fortgeschrittenem Verlauf des Krampfaderleidens besteht zumeist eine Kombination aus Stamm- und Seitenastvaricose.
Zwischen dem tiefen und dem oberflächlichen Beinvenesystem finden sich einige Verbindungsgäste. Bei einer Schlussstörung der Venenklappen an dieser Stelle kommt es zum "Blow out" an der darüberliegenden Haut. Klinisch besteht eine umschriebene, prallelastische Vorwölbung, die üblicherweise kirschgroß, in Extremfällen aber sogar marillengroß imponieren kann. Darunter tastet man die Lücke im festen Bindegewebe.
Besenreiser sind zarte, blaue, in der Haut gelegene, netzförmige Äderchen (Besenreiser) und zumeist nur ein kosmetisches Problem.
Bei lange bestehenden Krampfadern kommt es durch den erhöhten Druck auf die Haut zu einer Störung der Mikrodurchblutung. Die Haut wird derb und braun pigmentiert. Im schlimmsten Fall bricht die Haut auf und ein mehr oder weniger großes Geschwür entsteht.
Ein Blutstau in den erweiterten oberflächlichen Venen verursacht eine lokale Entzündung. Die Haut über dem Knoten ist dann stark gerötet und druckschmerzhaft. Zumeist setzt sich diese Veränderung auf die benachbarten Krampfadern fort.
Noch gefährlicher ist ein Stau in dem tiefen Beinvenensystem, bei Veränderungen der Zirkulation im Bein (Thrombose). Durch den gestörten Blutabfluss schwillt das gesamte Bein an. Vor allem die Waden sind bei Berührung stark schmerzend. Das Risiko einer tiefen Beinvenenentzündung liegt jedoch vor allem daran, dass sich der Gefäßverschluss von selbst wieder lösen kann und der Verschlusspfropfen (Embolus) in die Lunge gespült wird und dort zu einem Lungeninfarkt führt.
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