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Die Technik der Appendektomie ist standardisiert, einfach und komplikationsarm. Über eine mehr oder weniger lange Incision im rechten Unterbauch, kosmetisch in der Spaltrichtung der Haut kann der Wurmfortsatz vom Dickdarm abgetragen und entfernt werden.
Bei einem perityphlitischen Abszess wird der operative Eingriff schon aufwendiger und komplizierter. Zumeist ist ein Hautschnitt in der Mittellinie vom Schambein bis über den Nabel notwendig um die verbackenen Darmschlingen voneinander zu lösen und den Abszess zu entleeren.
Konventionell versus laparoskopisch
In den letzten Jahren wird die Entfernung des Wurmfortsatzes auch laparoskopisch durchgeführt. Dabei wird zunächst über eine dünne Kanüle der Bauchraum mit Stickstoff bis zu einem definierten Druck aufgefüllt. Dann wird am Nabel eine Optik eingebracht, die Bilder an einen Monitor überträgt, über welchen die Operation gesteuert wird. Durch 2 weitere kleine Hautschnitte können spezielle Instrumente eingebracht werden, mit denen der Wurmfortsatz abgetragen und entfernt werden kann. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die laparoskopische Technik routinemäßig keine entscheidenden Vorteile mit sich bringt. Doch bei unklaren Schmerzen im rechten Unterbauch lässt sich durch die Laparoskopie jedoch auch der gesamte Bauchraum beurteilen und gegebenenfalls gleichzeitig behandeln. Auch stark fettleibige Patienten profitieren von den laparoskopischen Technik, da anderenfalls zumeist ein größerer Bauchschnitt erforderlich wird, was mit größeren postoperativen Beschwerden verbunden ist.
Welche Komplikationen können vorkommen?
Die häufigste postoperative Komplikation stellt der Wundinfekt dar. Dieser ist abhängig von der Technik (seltener bei laparoskopischen Eingriffen) und vom Grad der Entzündung (bei der chronischen Appendizitis 0,5-1%, bei der akuten Appendizitis 1-5%, bei der Perforation bis zu 20%). Die Therapie besteht in der Entfernung der Hautnähte und dem Spreizen der Wunde. Dadurch entleert sich das Wundsekret und die Infektion heilt rasch ab.
Als Spätfolgen einer Blinddarmoperation gelten Verwachsungen, die in 1% zu einem Darmverschluss führen.
Dass die Appendizitis nicht zu verharmlosen ist, zeigen Sammelstatistiken, die eine Gesamtsterblichkeit von ca. 1% angeben. Bei älteren Patienten und beim Durchbruch steigt der Prozentsatz auf bis zu 5% an.
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